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(bs) Mit Bravour und vollauf zufrieden haben die Aktiven des gemischten Chores Harmonie am letzten Samstag ihr Jubiläumsjahr mit einem Weihnachtskonzert beendet. Die Gambacher ev. Kirche als Veranstaltungsort war der richtige Raum, denn es gab viele Besucher zu beherbergen. Hausherrin Pfarrerin Dr. Ulrike Eichler und Harmonie-Vorsitzender Berndt Neumann fanden in ihrer Begrüßung entsprechende Worte des Dankes für die Unterstützung und stimmten mit der Weihnachtsgeschichte auf das Konzert ein. Zu Beginn ließ der Harmonie-Chor mit den Stücken „Tollite Hostias „ (Camille Saint-Saens)„Panis Angelicus“ (Cesar Franck), „Veni Jesu“ (L. Cherubini), „O hehre Nacht“ (Adolph Ch. Adam) und den Robert Stolz-Klassiker „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“ das Haus erschallen. Mit dem Weihnachtskonzert op. 6 Nr. 8 des Italieners Arcangelo Corelli stellte sich das Rüsselsheimer Prima-Vista-Streichorchester anschließend den Konzertbesuchern vor. Nach dem vorweihnachtlichen Stress und der Hektik war das dann folgende Weihnachts-oratorium von Heinrich Fidelis Müller genau das Richtige zur Ruhe- und Besinnungsfind-ung. Den wenigsten Konzertbesuchern war der als Domdekan in Fulda tätige Müller be-kannt. Er galt als Reformer der dortigen Dommusik. Umso gespannter durften die Zuhörer sein. Müllers Weihnachtsoratorium erzählt in sechs Teilen die Weihnachtsgeschichte. Die Ab-schnitte tragen die Überschriften „Sehnsucht nach dem Erlöser“, „Ave Maria“, „Geburt“, „Die Hirten“, „Die heiligen Drei Könige“, und „Weihnachtsjubel“. Jedem dieser einzelnen Abschnitte verlieh der GV Harmonie seine ganz eigene Note. Be-gonnen mit einem kräftigen „O Heiland reiß die Himmel auf“, immer wieder kehrender Piano-Einsätzen und schönen Melodienflüssen, wie dem zarten „Wo bleibst du Trost der ganzen Welt“ im ersten Teil bis zu dem fulminanten Abschluss des Weihnachtsoratoriums mit „Menschen, die ihr wart verloren“ gestaltete der Chor unter Chorleiter Daniel Sans das Oratorium sehr abwechslungsreich und brachte die ev. Kirche eins um andere Mal kraftvoll zum Klingen. Unterstützt wurde der gemischte Chor vom Streichorchester Prima Vista mit Leiter Albrecht Schmidt an der Orgel. Querflöten- und Klarinetteneinsätze ergänzten die Interpretationen facettenreich. Die Instrumentalmusiker bildeten einen guten Klangteppich für Chor und Solisten. Die Sopranistin Marianne Wycisk mit ihrer klaren und hellen Stimme überzeugte in ihren Solis. Sopranistin Hannelore Klein und Tenor Jürgen Hergenröther ergänzten und unterstützten mit ihren Einsätzen und bildeten mit Sopranistin Marianne Wycisk gemeinsam einen schö-nen Klangkörper. Die einzelnen Recitativs des Oratoriums übernahm stimmgewaltig und eindrucksvoll kein geringerer als Harmonie-Chorleiter Daniel Sans selbst, dem auch die musikalische Gesamtleitung oblag. Überrascht waren sicher die meisten Konzertbesucher bei den im Oratorium integrierten populären und von Heinrich Fidelis Müller neu gesetzten Weihnachtsliedern „Es ist ein Ros´ entsprungen“ und „Stille Nacht“. Dass den Zuhörern die Interpretationen gefielen zeigten sie mit stehendem Applaus. Nicht ohne Zugabe ent-ließen sie Chor, Solisten und Orchester. Die Harmonie des gemeinsamen Wirkens zwischen Daniel Sans und den Mitwirkenden des Abends lag spürbar in der Luft und trug wieder ein-mal mehr zum Erfolg bei. Zu Recht darf sich der GV Harmonie über einen gelungenen und würdigen Abschluss des Jubiläumsjahres 2009 freuen. |