Ein Ohrenschmaus mit hervorragenden Mitwirkenden
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(bs) Ein glückliches Händchen bewies wieder einmal mehr Harmonie-Chorleiter Daniel Sans bei der musikalischen Gestaltung dieses Konzertabends. Erfreut über die großartige Resonanz konnte Vorsitzender Berndt Neumann am letzten Wochenende die Besucher der bis auf den letzten Platz gefüllten kath. Kirche in Gambach begrüßen. Meike Häuser führte informativ durch das Programm und erläuterte die gewählten Stücke und Arrangements. Einige Chorsängerinnen untermalten die musikalischen Beiträge mit Weihnachtsgeschichten, die teilweise auch zum Nachdenken anregten. Vielfältig und abwechslungsreich präsentierten sich sodann die Mitwirkenden. Zu Beginn erklang ein Präludium/Fuge, Teil 1, von J.S. Bach, das Frau Petra Morath-Pusinelli, ausgebildete Kirchenmusikerin mit Engagements im In- und Ausland, auf der Orgel der kath. Kirche intonierte. Der Gemischter Chor unter Chorleiter Daniel Sans ließ dann das festliche „Tolite Hostias“ von Camille Saint-Saens erklingen, bevor sie mit „Veni Jesu“ von Luigi Cherubini leisere, aber nicht weniger kraftvolle Töne anschlugen. Dimitrij Bortnianskys „Ich bete an die Macht der Liebe“ sowie das ebenfalls von Camille Saint-Saens stammende Arrangement „Ave verum“ trugen die SängerInnen anmutig in den Raum. Frau Morath-Pusinelli entführte mit dem 2. Teil des Bach´schen Präludium/Fuge die Besucher ein weiteres Mal emotionsgeladen in die Welt der Orgelklänge. Karin Franke-Andre´, Dozentin am Dr. Hoch´s Konservatorium in Frankfurt und Leiterin diverser Harfenensembles, stellte danach ihr nicht alltägliches Instrument vor. Mit „Variationen“ von Ank van Kampen zog sie die Lauschenden in ihren Bann. Zusammen mit dem Trompeter Florian Balzer, Orchestermitglied und Solist am Stadttheater Gießen, ließen Frau Morath-Pusinelli und er ein „Rondo“ von Jean Joseph Mouret durch das Kirchenhaus erschallen. Der After-Work-Chor des Gemischten Chores belegte mit den Stücken „Joy to the world“ von Siegfried Sinfer sowie mit „Panis Angelicus“ von Cesar Franck seine schwungvolle wie auch besinnliche Vielseitigkeit, bevor die Harfenistin Frau Franke-Andre´ mit dem Stück von Carlos Salzedo „Chansons dans la nuit“ den Bogen weiter spannte. Orgel und Trompete stimmten mit ihrem gemeinsamen Stück „Adagio“ von Tomaso Albinoni gleichermaßen in die entstandene festliche Atmosphäre ein. Fast konnte man das Schiff kommen sehen, das danach der Gemischte Chor besang. Mit dem vom ehemaligen Chorleiter der Harmonie, Jens Röth, gesetzten Weihnachtslied „Es kommt ein Schiff geladen“ gelang dem Gemischten Chor auch hier seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Liebevoll ließ danach der Große Chor das aus der Feder von Michael Präetorius stammende Stück „Es ist ein Ros´entsprungen“ durch den Kirchenraum schwingen, bevor wunderbar und lieblich die „Christrose“ von Robert Stolz von den Sängerinnen und Sängern in das Gotteshaus getragen wurde. „Kommet ihr Hirten“ entlockte Frau Franke-Andre´ danach ihrer Harfe in einer „Fantasie“, arrangiert und gesetzt von ihrem Vater Horst Franke. Orgel und Trompete überzeugten ein weiteres Mal im Zusammenspiel. Mit G.F. Händel´s „Ouverture, Gigue, Aire, March, March“ bildeten sie an diesem Abend ein vollendetes Duo. Mit den Stücken „Tochter Zion“ von Arnold Kempkens und „O hehre Nacht“ von Adolph Adam bot der Gemischte Chor auch hier wiederum ein perfektes Tete-a-Tete mit Chorleiter Daniel Sans. Als „Überraschung“ für die Besucher sangen diese zusammen mit Chor, Orgel- sowie Trompetenbegleitung das ebenfalls von Arnold Kempkens arrangierte „Herbei, oh ihr Gläubigen.“ Mit „Winternächtiges Schweigen“ im Satz von Hermann Sonnet verabschiedeten sich die Sängerinnen und Sänger der Chöre sowie die Instrumentalisten mit Chorleiter Daniel Sans, dem auch die Gesamtleitung dieses musikalischen Abends oblag. Mit stehenden Ovationen bedankten sich die BesucherInnen bei den Akteuren für die gelungene Begleitung in die Advents- und Vorweihnachtszeit. Mit bekannten und (fast) vergessenen Liedern und Musikstücken war es den Mitwirkenden gelungen, die ZuhörInnen die alltägliche Hetz für einige Zeit vergessen zu lassen und ein wenig Ruhe mit auf den Weg in die kommenden Wochen zu geben. |