Tagesausflug am 1.9.07


Mespelbrunn: Schlossbesichtigung   l
Aschaffenburg: Schlossbesichtigung und Mittagessen beim Schlappeseppel   l
Frankfurt: Stadtrundfahrt mit den Eppelwei-Express   l
Sachsenhausen: Besuch im Eichkatzerl   l
Fahrt zurück   l
Gambach   l

(bs) Am 1. September startete der GV Harmonie zu einem Tagesausflug in Richtung Spessart. Erstes Ziel war „die Perle des Spessarts“, das Wasserschloss von Mespelbrunn. Hier erfuhren die Besucher während einer Führung die Geschichte des heutigen Renaisssanceschlosses, das im 15. Jahrhundert ursprünglich als unbefestigtes Weiherhaus an das Geschlecht der  Echter überging. Folgende Generationen nahmen die friedlicheren Zeiten zum Anlass, das abweisende Gemäuer einer Wasserburg in ein verträumtes Renaissanceschloss zu verwandeln. Noch heute  zeugen eine Anzahl Waffen, Bilder, Rüstungen und Reiseandenken (u.a. ein Schrumpfkopf) der vergangenen Schlossherren von nicht immer beschaulichen Zeiten dieses Fleckchen Erde. Danach ging es weiter nach Aschaffenburg zur seit 1631 bestehenden Brauereigaststätte „Schlappeseppel“. Im rustikalen Ambiente einer traditionellen Brauereigaststätte, in deren Räumen nach der Einnahme Aschaffenburgs durch König Gustav Adolf von Schweden, seit 1631 Bier gebraut wird, wurde gemeinsam das Mittagessen eingenommen, bevor die Reisegruppe im nahe am Main gelegenen „Schloss Johannisburg“ an einer Führung durch dessen Räumlichkeiten teilnahm.  Festungsartig beherrscht der wuchtige Rechteckbau mit Ecktürmen das Stadtbild Aschaffenburgs. Die gewaltige  Vierflügelanlage, bis 1803 zweite Residenz der Mainzer Kurerzbischöfe, besitzt Schauräume und Sammlungen unterschiedlicher Art. Die Schlosskirche mit Renaissancealtar und Gewändern aus dem ehemaligen Mainzer Domschatz sowie die fürstlichen Wohnräume mit den erhaltenen klassizistischen Möbeln sowie Ausstattungsstücken gaben einen kleinen Einblick in eine längst vergangene und zeitweise recht schwierige Zeit. Besonders sehenswert ist die weltweit größte Sammlung der aus Kork gefertigter Architekturmodellen. Hofkonditor Carl May und sein Sohn Georg schufen ab 1792 die berühmtesten Ruinen Roms detailgenau aus dem Naturstoff. Nach diesen schon sehr erlebnisreichen Stunden startete die Gruppe dann mit dem Bus in Richtung Frankfurt. Hier begann kurz darauf mit dem „Ebbelwei-Expreß“ eine nicht alltägliche Stadtrundfahrt. Mit zwei historischen Straßenbahnwagen, die seit 1977 zum Frankfurter Stadtbild gehören,  konnte die Gruppe in entspannter Atmosphäre Frankfurts schöne und ursprüngliche Seiten kennen lernen. Mit dabei war natürlich auch das „Original Stöffche“, dessen Namen ja dieses Fortbewegungsmittel trägt.  Der Abschluss des erlebnisreichen Tages erfolgte in der Sachenhäuser Apfelweinwirtschaft „Zum Eichkatzerl“. Dieses, seit mindestens 1880 betriebene Lokal, war zu jener Zeit eine so genannte „Heckerwirtschaft“. Noch heute verleihen die Bilder und die in Holz gehaltene Bestuhlung  das Flair eines Apfelweinlokals und damit eine entsprechender Wohlfühlgarantie. Sehr schnell verging die Zeit. Mit dem Bus ging es dann zurück nach Gambach, nicht nur mit reichlich neuem Wissen im Gepäck.

 

Fotos: Füssel, Löffler, Schmidtberger, Sapper