Musik erfüllte das Gambacher Bürgerhaus

Sâns'sches Chortreffen am 14.10.06

(bs) Am vergangenen Wochenende trafen sich rund 300 SängerInnen im Gambacher Bürgerhaus zum 3. Sans`schen Chortreffen. Nach Kaichen und Ober-Erlenbach war 2006 der Gambacher Chor Harmonie Ausrichter der jährlichen Zusammenkunft. Die Chöre um Chorleiter Daniel Sans hatten sich bestens auf diesen Abend vorbereitet. Der Harmonie-Vorsitzende Berndt Neumann sowie auch Daniel Sans konnten neben dem Ausrichter-Chor auch den Gemischten Chor Harmonie Großen-Linden, den Frauenchor Hochelheim, den Gemischten Chor Eintracht Kaichen und den Gemischten Chor Eintracht Liederkranz Ober-Erlenbach im herbstlich dekorierten Bürgerhaus begrüßen. Den Reigen der Musik eröffnete der Chor „After work“ der Harmonie Gambach mit „Nobody knows de trouble“ (Satz Rolf Mammel), „The lion sleeps tonight“ (Satz Carsten Gerlitz) und „Barbara Ann“ (Beach Boys). Mit „Goodnight, sweetheart“ (Satz Robert Sund) hieß es dann für die „After worker“ Abschied nehmen und dem nächsten Chor die Bühne zu überlassen. Die SängerInnen des Gemischten Chores Harmonie Großen-Linden unterhielten ihre Sangeskollegen und –kolleginnen mit „Am hellen Tag“ (Satz Giovanni Gastoldi), „Nun ruhen alle Wälder“ (Satz J.S. Bach), „Das gabs nur einmal“ (Satz Winfried Siegler) und „So lang noch unter Linden“ (ebenfalls im Satz von Winfried Siegler). Der Hochelheimer Frauenchor stellte mit den Liedern „Bunt sind schon die Wälder“ (Satz Hedi Schneider), „Schwabenliesl“ (Satz Arnold Kempkens), „Zum Tanze da geht ein Mädel“ (Satz Hubertus Weimer) und „Nobody knows“ (Satz Winfried Siegler) ihr Können unter Beweis. Ebenso frisch ans Werk wie die Vorchöre ging auch der Gemischte Chor Eintracht Kaichen mit seinen Vorträgen „Musik erfüllt die Welt“ (Satz Walther Schneider), „Can´t help falling“ (Satz Ejvind Dengso), „Mondlicht“ (Satz A.L. Webber) und „Schau, was Liebe ...“ (Satz Oliver Seiler). Als vorletzter Chor nahm dann der Gemischte Chor Liederkranz Ober-Erlenbach auf der Bühne Aufstellung. In Erinnerung an ihre diesjährige Konzertreise nach Italien entführten sie mit „Io ti voria“ (Satz Orlando di Lasso), „Lascia chio pianga“ (Satz G.F. Händel), „Bella Venezia“ (Satz Berhard Weber) und „Funiculi“ (Satz Friedrich Zimmer) auch die übrigen SängerInnen und Gäste ins Land der Tifosi. Als letzter Chor betrat dann der gastgebende Verein, der Gemischte Chor Harmonie Gambach, die Bühne. Zusammen mit den SängerInnen aus Ober-Erlenbach sangen sie gemeinsam das „Ave verum corpus“ von Camille Saint-Saens. Dass hier eine gute Abstimmung erfolgte lag auch daran, dass man bereits im Vorjahr gemeinsam das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens aufgeführt hatte. Mit den Vorträgen der Harmonie-SängerInnen „Loreley“ (Satz Friedrich Silcher), „In stiller Nacht“ (Satz Johannes Brahms), „Wie kommts ...“ (Satz Max Reger), „Weinlied“ (Satz Robert Pappert) und der Zugabe „Der Mond ist aufgegangen“ wurde der Abend der Sans-Chöre beschlossen. Breit war die Palette der Vorträge und daher auch interessant für alle Aktiven und Zuhörer. Chorleiter Daniel Sans zeigte sich sehr erfreut über die gute Zusammenarbeit mit allen Chören und die jährlichen Treffen, die auch von den Aktiven genutzt werden, um sich besser kennen zu lernen.

 

Den zweiten Teil des Abends übernahm der Münzenberger Ralf Metzger, der auch aktiv im Gemischten Chor Harmonie Gambach wirkt. Mit „Owwerhessischem“ unterhielt er die Gäste, wobei der eine oder andere zuweilen etwas Verständnisprobleme zeigte. „Schnärrfärrer“, „Buhne“ (ein „owwerhessischer Flamenco“) und „braade Äcker“ gehören für „Städter“ nicht unbedingt zum täglichen Sprachgebrauch. Ralf Metzger gewährte mit seinen Vorträgen nicht nur Einblicke in das ländliche Leben, sondern auch seine Verbundenheit zum heimischen Dialekt und unterhielt die Gäste in einer ganz anderen „Fremdsprache“. Ohne Zugabe ließ ihn das Publikum natürlich nicht gehen. Die weitere musikalische Unterhaltung des abends übernahm Reinhard Weil mit beschwingten Arrangements, die ausgiebig genutzt wurden, um das Tanzbein zu schwingen.