Zur diesjährigen Mehrtagesfahrt
nach Südtirol traten kürzlich 40 Mitglieder und Freunde
des Gesangvereins Harmonie Gambach die Reise nach Algund
an.
Nachdem man am Bürgerplatz in den
Reisebus gestiegen war ging die Reise über die A45
Richtung Süden. An der Reststätte Spessart nahm man das
von der Metzgerei Buss mitgebrachte Frühstück ein.
Weiter ging die Fahrt Richtung
Ingolstadt, vorbei an der AllianzArena München,
Innsbruck über den Brenner Richtung Meran.
Im kleinen Nachbarstädtchen Algund,
oder in italienisch Lagundo, bezog man am frühen Abend
im Sporthotel „Des Alpes“ die Zimmer.
Nach einem 5- Gänge Menü im
italienischen Stil klang der Anreisetag langsam aus.
Am nächsten Morgen ging es nach dem
zeitigen Frühstück durch das Etschtal in Richtung Bozen.
Mit einer ortskundigen Boznerin besuchte man noch vor
den offiziellen Besuchszeiten das Ötzi- Museum im Herzen
der Stadt.
Allein mit der Reisegruppe im
Museum hatte man ausreichend Zeit, sich die älteste
Feuchtmumie der Welt und die ausgestellte Kleidung und
Waffen des Mannes aus dem Eis zu bestaunen.
Im Anschluss daran ging es zu einem
Stadtrundgang durch die malerische Altstadt Bozens, die
neben der Silbergasse, dem Obstmarkt, einer
Franziskanerkirche auch einen imposanten Dom zu bieten
hat.
Bei strahlendem Sonnenschein konnte
man auf dem Walterplatz oder einem der vielen
idyllischen Straßenkaffees die Mittagspause verbringen,
bis es danach wieder Richtung Meran ging.
In der Luftkurstadt Meran bestand
die Möglichkeit zu einem ausgiebigen Spaziergang auf der
Promenade, vorbei an der Therme Richtung Kurpark.
Am frühen Abend besuchte man
Schloss Rametz. In malerischer Kulisse direkt über den
Gärten von Schloss Trautmannsdorf nahm man an einer
Weingutführung teil. Nach einem eindrucksvollen Rundgang
von den Weinbergen angefangen über die aus dem 18.
Jahrhundert stammenden Weinkeller mit seinen 5 Meter
hohen Barriquefässer bis zur Abfüllanlage, gab es noch
eine kleine Weinprobe.
Neben dem selbst geräucherten
Schinkenspeck gab es neben 6 verschiedenen Weinen auch
noch ein Gewinnspiel. Wer die Anzahl der Weinkorken in
einem Glasbehälter am besten schätzte, gewann eine
Flasche Wein.
War man am Vortag noch hoch
zufrieden mit dem Wetter, musste man freitags leider mit
sehr viel Hochnebel kämpfen. Immer in der Hoffnung, der
Nebel möge sich noch verziehen, ging es nach dem
Frühstück nach Riva del Garda. Im italienischen 3-Länder
Eck von Trient, Venetien und Lombardei liegt der
Gardesee zwischen steil aufragenden Felsen. Nach einem
kleinen Schaufensterbummel ging es mit dem Schiff zur
großen Gardasee Rundfahrt.
Zwischenstation machte man in
Limone, einem kleinen in die Hänge gebauten Städtchen
war wieder genügend Zeit, sich am Ufer des Sees in
einladende Cafes oder Bistros zu setzten und einfach mit
den Augen zu spazieren. Weiter ging es mit dem Katamaran
Richtung Malcesine.
Im Schatten der großen Festung
direkt am Ufer durchzogen von winzigen Gässchen liegt
die Stadt Malcesine. Anders als in Limone ist Malcesine
nicht mehr so ursprünglich, sondern eher dem Tourismus
zugeneigt.
Zurück in Riva ging es dann wieder
Richtung Algund zu einem gemütlichen Abend im Hotel mit
Alleinunterhalter Erwin, der leider nach Anpfiff des
Länderspiels gegen die Türkei eher mit den weiblichen
Mitfahrerinnen Vorlieb nehmen musste.
Hatte man schon den Freitag am
Gardasee im Hochnebel verbringen müssen, standen die
Chancen für einen sonnigen Samstag in den Dolomiten
leider auch nicht gut.
Mit einem tollen Busfahrer und
einer gebürtigen Südtirolerin ging es auf die große
Dolomitenrundfahrt. Richtung Brixen befuhr man noch die
Autobahn, dann ging es über die Landstraßen hinein in
die Bergwelt der Dolomiten. Unsere Fahrt führte uns über
Bruneck, Toblach, vorbei an den drei Zinnen, welche
leider durch den Hochnebel nicht zu sehen waren.
Trotz Sonnen schein im Tal, ja
höher man kam, umso schlechter wurde die Sicht. Bei
einer kurzen Rast am Misurina See ging es dann im
dichten Nebel wieder hinunter Richtung Cortina d’Ampezzo,
dem bekannten Wintersportort. In der Nähe von St.
Kassian nahm man das Mittagessen auf einem tollen
Aussichtspunkt ein, an dem auch mal die Sonne schien und
man einen herrlichen Blick auf die Berge hatte.
Weiter Richtung Falzarego Pass
konnte man hier im schnell vorüber ziehenden Hochnebel
einen schnellen Blick auf die Rückseite des Rosengartens
erhaschen.
Über den Kalterer See weiter nach
Bozen ging es zurück nach Algund.
Nach einem letzten Abendessen und
gemütlichen Beisammensein ging es dann am nächsten
Morgen sehr früh wieder Richtung Heimat, wo man gegen 18
Uhr wieder am Bürgerplatz empfangen wurde.
Allen Mitreisenden hat die Fahrt
trotz widriger Wetterverhältnisse sehr gut gefallen -
einige haben schon eine Vorreservierung auf die nächsten
Mehrtagesfahrt in zwei Jahren getätigt.
Mal sehen, wohin uns dann das
Fernweh verschlägt.