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Auf eine mehrtägige Holland-Reise begaben sich kürzlich Mitglieder des GV Harmonie Gambach. Bei durchwachsenem Wetter startete frühmorgens die Reise in Richtung Norden. Für die erste Rast hatte der GV Harmonie das Frühstück organisiert. So kam die Gruppe gut gestärkt ihrem Ziel, der niederländischen Hauptstadt und multikulturellen Metropole, immer näher. Vorbei an den ersten Wahrzeichen, den weltbekannten Windmühlen, ging es immer weiter Richtung Noord-Holland. Um die Mittagszeit wurden die Grenzen der Stadt an der Amstel erreicht und dank der guten Ortskenntnisse von Fahrer Werner das erste Ziel, eine Schiffsanlegestelle unweit des Hauptbahnhofes, der Centraal Station, schnell gefunden. Bei der sich anschließenden Grachtenrundfahrt konnte die Reisegruppe erste Eindrücke der wegen ihres morastigen Untergrundes auf Fichtenstämmen errichteten Stadt sammeln. Vorbei am hypermodernen Bau des Technologiezentrums – wegen ihres Aussehens auch NEMO genannt - konnte so die Grachtenstadt mit ihren reizvollen Ansichten, den stattlichen alten Giebelhäusern, den kleinen Gärten und herausgeputzten Wohnbooten imponieren. Die sich anschließende Stadtrundfahrt mit Führer Jürgen bestätigte die bereits gewonnen Eindrücke. Das „Venedig des Nordens“ beeindruckte auch hier mit vielen Denkmal geschützten Patrizierhäusern und zahlreichen renommierten Museen. Interessant war auch das Neben- und Miteinander von Auto- und Radfahrern. Regelrechte Räder-Parkdecks gab es da z. B. am Hauptbahnhof zu entdecken.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der am Ijsselmeer gelegenen Städte Volendam, Edam und Monnickendam. Das nicht weit von den Ufern des Markermeers gelegene einstige Fischer-Örtchen Volendam mit seinen Grachten, den kleinen Zugbrücken und dem malerischen Hafen vermittelte viel Flair. Beim Besuch einer Käserei lernte man neben der Herstellung des Käses natürlich auch das Markenzeichen der Frau Antje kennen: „Hulletje“ nennt sich die Kopf- Bedeckung bzw. Spitzenhaube. Im etwas nördlich gelegenen Örtchen Edam wird zwar nicht mehr der „Edamer-Käse“ hergestellt, jedoch findet zu gewissen Zeiten auf dem örtlichen Marktplatz ein Käsemarkt mit den ebenso bekannten hölzernen Tragen statt. Leider bestand nicht die Möglichkeit, sich dies einmal aus der Nähe zu betrachten. Dafür konnte die Gruppe etwas außerhalb des Ortes die Herstellung der „Klompen“, den landestypischen Holzschuhen, bestaunen, die auch heute noch im Alltagsleben ihren Dienst verrichten. Der Ort Monnickendam gehört zu den zwölf ältesten Städten Hollands. Der Hafen, pittoreske Häuser und die örtliche Backsteinkirche waren die Anziehungspunkte. Anschließend ging es zurück nach Amsterdam zur kleinen Brauerei „Brouwerij`t Ij“. Hier wurde bei der sich anschließenden Führung hautnah die Braukunst erläutert und anschließend die hauseigenen Sorten verköstigt. Ziel des 3. Tages war das gediegene Den Haag, welches einen krassem Gegensatz zum lebhaften Amsterdam darstellt. Ruhig und beschaulich empfing die königliche Stadt am Meer, die auch als heimliche Hauptstadt gilt, da sich hier der Sitz der niederländischen Regierung befindet, ebenso die Verwaltungszentrale der Provinz Zuid-Holland. Bei der sich anschließenden Stadtrundfahrt bzw. –gang wurden erste Eindrücke über die Geschichte und auch das heutige Den Haag gewonnen. So konnte man den Gebäudekomplex Binnenhof bestaunen, in dessen „Ridderzaal“ Königin Beatrix zur alljährlichen Parlamentseröffnung während ihrer Thronrede das Regierungsprogramm bekannt gibt. Die mehr als 750jährige Stadtgeschichte ließ sich nicht verleugnen und lud zu mehr ein. Reise-Programm (pdf) (C) Beate Schmittberger |